Etrurien
Der antike italische Volksstamm der Etrusker (8. – 1. Jh. v.Chr.) lebte im nördlichen Mittelitalien, einem Gebiet, das sich zwischen Arno, Tiber und dem Thyrrenischen Meer erstreckte. Die etruskische Kultur findet ihren Ursprung in der der Villanova-Kultur (10. – 9. Jh. v. Chr.). Im Unterschied zu anderen italischen Volksstämmen erreichten die Etrusker ein sehr hohes Kulturniveau. Es war das Ergebnis von verschiedenartigsten kulturellen Verknüpfungen sowie sozialen, politischen, wirtschaftlichen und künstlerischen Aspekten. Beeindruckende Zeitzeugen sind heute noch die Nekropolen mit ihren Grabschätzen und Fresken, die uns Aufschlüsse über ihre Bestattungriten, ihre Einstellung zu Leben und Tod geben, uns aber auch soziale Einblicke gewähren. Spuren dieser hochentwickelten Kultur, die dann mit der römischen verschmolz, finden wir heute nicht nur in Kunst und Architektur, sondern auch in unserer Agrarlandschaft: den Etruskern verdanken wir die Einführung und Verbreitung des Olivenbaum-Anbaus.